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Was ist Eigenverbrauch?

Eigenverbrauch ist, wenn Strom auf einem Grundstück produziert wird und gleichzeitig verbraucht wird. Da man grundsätzlich mehr für den eigenverbrauchten Solarstrom bekommt, als für den Verkauf ans Stromnetz, ist dies finanziell wichtig.

Kurzantwort für Ihre Mieter
  • Solarstrom kann nur bezogen werden, wenn gleichzeitig die Sonne scheint.
  • In der Nacht wird weiterhin Strom vom Netz bezogen und die Versorgung ist zu jeder Zeit gewährleistet.
  • Bei weiteren Fragen, darf man auf Swissolar verweisen.

Im Einfamilienhaus ist es schon länger eine Tatsache, dass Solarstrom zuerst direkt von der Photovoltaikanlage an die Bewohner fliesst, bevor der Überschuss ans Netz verkauft wird. Seit 2018 ist es nun einfacher, lokal produzierten Strom im Mehrfamilienhaus zwischen verschiedenen Verbrauchern zu teilen. Generell gilt, dass die Profitabilität steigt:

  • Je mehr Solarstrom im eigenen Haus konsumiert wird
  • Je mehr Konsumenten an dem Solarstromverbrauch teilnehmen

Dabei ist es technisch oft nicht möglich, den kompletten Solarstrom im Gebäude zu verbrauchen, da Verbrauch und Produktion nicht exakt zur selben Zeit stattfinden. Ein exemplarischer Verlauf des Stromkonsums (blau) und der Solarstrom-Produktion (gelb) ist unten vereinfacht dargestellt. Eigenverbrauch ist nur dann möglich, wenn sich die zwei Farben überlappen.

In Ausnahmefällen, speichern Batterien den Solarstrom am Tag um ihn in der Nacht an die Bewohner abzugeben.

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Beispiel

Herr Imboden nutzt die Kaffeemaschine und die Dusche am Morgen, wenn noch keine Sonne scheint. Am Mittag, wenn am meisten Sonnenenergie die Erde erreicht, befindet er sich bei der Arbeit, womit eine Überproduktion von Solarstrom ans Netz abgegeben wird. Am Abend hingegen kann der Fernseher nicht mit Solarstrom betrieben werden, da die Sonne schon untergegangen ist, womit nun wiederum Strom vom Netz bezogen werden muss.

Wäre nicht nur Herr Imboden, sondern auch 2-3 seiner Nachbarn an den Solarstrom angeschlossen, würde sich die blaue Kurve deutlich nach oben korrigieren und abflachen, wie in der nächsten Grafik ersichtlich. Der Grund dafür ist, dass z.B. nicht alle Bewohner am Morgen die Kaffeemaschine zur exakt selben Zeit benutzen. Wenn also die Geräte meistens hintereinander Strom beziehen, wird die Verbrauchskurve flacher und mehr Solarstrom kann im Eigenverbrauch genutzt werden.

Je mehr sich die zwei Kurven überlappen, umso besser rentiert die Solar-Anlage.

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Aus diesem Grund ist es jeweils besser, wenn sich möglichst viele Verbraucher zusammenschliessen. Um dies zu erreichen wurden Spielregeln für einen Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) im Energiegesetz (EnG 730) und in der Energieverordnung (EnV 730.01) definiert.

Weitere Grundlagen, Organisationshilfen oder Vertragsvorlagen können kostenlos im Downloadbereich von zevvy heruntergeladen werden.