Search
Zevvy-icon-heizung
Publiziert: 22 Apr. 2021
Aktualisiert: 20 Mai 2021

Was sind Energienebenkosten?

Unter den Energienebenkosten sind die Nebenkosten von Heiz- und Warmwasserkosten zu verstehen. Sie entstehen durch den Betrieb einer Heizungs- oder Warmwasseraufbereitungsanlage. Die Verordnung über die Miete und Pacht von Wohn- und Geschäftsräumen (VMWG) definiert, welche Aufwendungen in Bezug auf Energienebenkosten abgerechnet werden dürfen. In Art. 5 der VMWG wird festgehalten, dass als Heiz- und Warmwasserkosten nur die tatsächlichen Aufwendungen anrechenbar sind, die mit dem Betrieb der Heizungsanlage oder der zentralen Warmwasseraufbereitungsanlage direkt zusammenhängen.

Darunter fallen insbesondere die Aufwendungen für:

  • Brennstoff- und Energieverbrauch
  • Elektrizität zum Betrieb von Brennern und Pumpen
  • Betriebskosten für Alternativenergien
  • Reinigung der Heizungsanlage und des Kamins, das Auskratzen, Ausbrennen und Einölen der Heizkessel sowie die Abfall- und Schlackenbeseitigung
  • die periodische Revision der Heizungsanlage einschliesslich des Öltanks sowie das Entkalken der Warmwasseranlage, der Boiler und des Leitungsnetzes
  • Verbrauchserfassung und den Abrechnungsservice für die verbrauchsabhängige Heizkostenabrechnung sowie den Unterhalt der nötigen Apparate
  • Wartung
  • Versicherungsprämie, soweit sie sich ausschliesslich auf die Heizungsanlage beziehen
  • Verwaltungsarbeit, die mit dem Betrieb der Heizungsanlage zusammenhängt
Nicht anrechenbare Energienebenkosten

Neben den Aufwendungen, die der Mieterin oder dem Mieter in Rechnung gestellt werden können, gibt es auch anfallende Kosten, die nicht auf die Mietenden umgelegt werden dürfen. In der VMWG sind diese Aufwendungen unter Art. 6 aufgelistet.

Dazu zählen:

  • Reparatur und Erneuerung der Anlage
  • Verzinsung und Abschreibung der Anlagen


Nicht vermietete Wohn- und Geschäftsräume

Auch für leerstehende Nutzflächen entstehen Kosten. Diese werden jedoch anders geregelt als vermietete Wohnungen. In diesem Fall trägt grundsätzlich der Vermieter oder die Vermieterin die Heizkosten. Wie die Abrechnung gehandhabt wird, ist in der VMWG unter Art. 7 aufgeführt.

Im Normalfall, sprich wenn die Nutzflächen über einen eigenen Wärmezähler verfügen, trägt der Vermieter die Kosten für die entstanden Heizungskosten.

Sind jedoch keine Messgeräte zur Ermittlung des Verbrauchs der einzelnen Wohn- oder Geschäftsflächen vorhanden, so werden die Kosten nach Art. 7 Abs. 2 auf die Mietenden umgelegt. Voraussetzung für die Verteilung der Kosten ist, dass die leerstehende Nutzfläche nachweisbar nur soweit geheizt wurde, um Frostschäden zu verhindern. In diesem Fall muss der Vermieter nur einen Teil der Heizkosten übernehmen, die nach dem normalen Verteilschlüssel auf Wohn- und Geschäftsräume entfallen.

Der Teil, welche von der Verwaltung übernommen werden muss, beträgt in der Regel:

  • ein Drittel für Zwei- bis Dreifamilienhäuser
  • die Hälfte für Vier- bis Achtfamilienhäuser
  • zwei Drittel für grössere Gebäude sowie Büro- und Geschäftshäuser