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Publiziert: 22 Apr. 2021
Aktualisiert: 20 Mai 2021

Grundkosten und verbrauchsabhängige Kosten

Die Heizkosten werden in verbrauchsabhängige Kosten und Grundkosten aufgeteilt. Die Grundkosten werden gemäss einem Verteilschlüssel auf die Mieter verteilt. Die verbrauchsabhängigen Kosten werden über Zähler ermittelt. In diesem Beitrag wird die verbrauchergerechte Abrechnung anhand der Heizung erklärt. Die Regeln gelten jedoch auch beim Warmwasser, Kaltwasser und der Kühlung.

Was sind Grundkosten?

Grundkosten entstehen dann, wenn eine Heizanlage in Betrieb ist. Es sind eine Art Fixkosten, die in etwa immer gleich hoch sind und von den Mietern, die von der Anlage profitieren, bezahlt werden.

  • Grundkosten sind weitgehend unabhängig vom persönlichen Energieverbrauch.
  • Sie werden proportional zur Grösse der Nutzeinheit verteilt.
  • Die Grundkosten machen in der Regel 30% der gesamten Heizkosten aus.

Zu den Grundkosten gehören die folgenden Bereiche:

  • Heiznebenkosten (Bedienung Heiz- und Kühlanlage, Service Abrechnungsfirma, Verwaltungskosten)
  • Beheizung von Gemeinschaftsräumen (Waschküche, Treppenhaus etc.)
  • Verluste Wärme- oder Kälteverteilung (z.B. Wärmeabgabe im Keller und in Steigzonen)
  • Bereitschaftsverluste älterer Heizkessel

Die Grundkosten werden aufgrund von Richt- und Erfahrungswerten ermittelt. Durch die heutige Bauweise in neuen oder gesamtsanierten Bauten ist der Wärme- oder Kälteverlust der Verteilung geringfügig. Ebenfalls gering sind die Bereitschaftsverluste von neuen Heiz- und Kühlanlagen. Daher kann als Mittelwert für die Grundkostenanteile einen Wert von 30 % verwendet werden. Laut den üblichen Standards hat der Vermieter jedoch etwas Spielraum. Das bedeutet, der Anteil der Grundkosten kann zwischen 30 und 50% variieren.

Diese Grundkosten werden proportional zur Grösse der Nutzeinheit unter den Mietern aufgeteilt. Am häufigsten werden sie nach der Fläche umgelegt. Eine weitere Möglichkeit ist aber auch das Umlegen nach Raumvolumen oder anderen plausiblen Schlüsseln, wie z.B. Anteilquoten bei Stockwerkeigentum.

Was sind verbrauchsabhängige Kosten?
  • Diese Kosten sind vom effektiven Verbrauch des Nutzers abhängig.
  • Sie werden mithilfe Wasser- oder Wärmezählern ermittelt.
  • Verbrauchsabhängige Kosten machen in der Regel 50-70 % der Heizkosten aus.

Anders als bei den Grundkosten wird bei den verbrauchsabhängigen Kosten die Lage der Nutzeinheit berücksichtigt. Bei gleichem Wärmekomfort benötigt eine aussenliegende Wohnung zum Beispiel mehr Heizwärme als eine innenliegende. Dies gilt ebenfalls für eine nördlich gelegene Wohnung gegenüber Wohnungen mit Südlage.

Lageausgleich

Beim Verbrauchskostenanteil wird durch entsprechende Korrekturfaktoren einen Ausgleich geschaffen. Dieser ist in der Heizkostenabrechnung aufzuführen. Dabei soll die wärmetechnische ungünstige Lage einer Wohnung innerhalb eines Gebäudes berücksichtigt werden. Dazu zählen unteranderem Nutzflächen mit mehr Aussenflächenanteil. Zu beachten gilt, dass höherer Wohnkomfort, wie Attikawohnungen mit grosszügiger Verglasung zum Beispiel, nicht ausgeglichen werden. Dasselbe gilt für ganze Gebäudetrakte, wie z.B. Reihen- oder Terrassenhäuser.


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